Yoga nische

Deine Yoga Nische

Frage: Was ist eine Yoga Nische?

Brauchst Du eine?

Wenn ja, wozu?

 

Als Nische, in Zusammenhang mit Marketing, bezeichnet man einen bestimmten, kleinen Teil des Gesamtmarktes. Das besondere daran ist, dass in diesem Teil des Marktes Menschen mit ganz bestimmten Interessen oder Schwierigkeiten angesprochen werden.

 

Was ist eine Yoga Nische?

Das könnte sein: Yoga für Kinder, für Menschen mit bestimmten Beschwerden, für Paare, für Männer, für Sportler, für Schwangere, für Senioren….usw..

Oder: spezielle Yogastile, wie Sivananda, Iyengar, Vinyasa, Yin, Kundalini, Ashtanga, …usw…usw…

Oder: die spezielle Art, wie der Yoga unterrichtet wird, nämlich sanft, dynamisch, kraftvoll, entspannend, restorative, für Anfänger, für Geübte, für Fortgeschrittene, für Yogalehrer, mit Theorie, mit Tanz, mit Ayurveda, mit irgendetwas anderem…..

 

Mir ist aufgefallen, dass viele Yogalehrer zwar verstehen, dass es Nischen gibt. Ist ja auch nicht kompliziert. Aber: man spricht sie nicht so richtig an.

 

Geht Dir das auch so?

Ausgehend davon, dass man so viele Menschen wie möglich ansprechen will, damit allein durch die schiere Masse genug Leute in  die eigenen Kurse strömen, wird oft mit “Yoga für jeden” und “Yoga für alle” geworben.

Sich auf eine oder zwei Nischen zu fokussieren wird anscheinend als Sackgasse begriffen.

 

Brauchst Du eine Yoga Nische?

 

Ich will Dich heute mal dazu einladen, darüber nachzudenken.

Unterrichtest Du in einer Yoga Nische?

Lädst Du jeden, den Du triffst, in Deine Kurse ein?

Wenn jemand fragt, was für ein Yoga Du unterrichtest, was antwortest Du da?

Was für Leute sind in Deinen Kursen?

Warum kommen sie ausgerechnet zu Dir?

Wen möchtest Du unterrichten?

Was sind Deine besonderen Stärken?

 

Und weiter:

Hast Du eine Warteliste oder sind Deine Kurse nur halbvoll?

Woran liegt das?

 

Willst Du wirklich JEDEN in Deinen Kursen haben??

 

Nee, oder?

 

Ehrlich, wenn ich Yoga Angebote checke, dann fühle ich mich von “Yoga für jeden” eigentlich nicht gerade angesprochen. Ich bin ja nicht jeder.

Außerdem schätze ich es, wenn ich vorher in etwa weiß, was auf mich zu kommt. Vor allem, wenn ich den Lehrer noch nicht kenne!

 

Ich bin mir sicher, dass es auch anderen Menschen so geht.

 

Kommen wir nochmal zu der Frage: Wen willst Du unterrichten? (Wunschteilnehmer)

Und wen willst Du nicht unterrichten? (Oder netter: wer passt nicht so richtig zu Dir?)

 

Schreibe es Dir ruhig mal auf.

Nur für Dich. Solltest Du Dich auf Deine Wunschteilnehmer konzentrieren? YEAH!

Wird das nicht alle anderen Teilnehmer abschrecken? – Na und? Wie viele Plätze hast Du denn in Deinen Angeboten zu vergeben? 20? 30? 50? 70? Na, dann reichen doch die plus/minus Platzanzahl genau zu Dir passenden Teilnehmer!

 

Passt genau zu Dir = Zielgruppe

 

Die oben genannten Beispiele für eine Yoga Nische sind sehr allgemein ausgedrückt. Hier geht es ums Prinzip.

Ich denke, Deine persönliche Yoga Nische darf ruhig noch einige Komponenten mehr haben.

 

Stelle Dir vor, am Eingang zu Deinem Yogaraum gäbe es eine rote Linie. Wer darf eintreten?

Welche Eigenschaften sollen die Menschen haben, die hineinkommen? Wer darf über die rote Linie?

 

Über meine darfst Du wenn Du:

-offen und herzlich bist,

-über Dich selber lachen kannst

-natürlich bist

-gerne abwechslungsreich übst

-bereit bist, Dich auf die Gruppe einzulassen

-bereit bist, Dir einmal die Woche die Zeit zu nehmen für ein Rendezvous mit Dir

 

Woanders hin geht bitte wer:

-unpünktlich ist,

-unhöflich oder gar respektlos ist

-immer nur dasselbe Programm üben will

-zu faul oder desinteressiert ist

-Yoga nur als Sport sieht

-Yogamatte mit Laufsteg verwechselt

-keine Lust hat, sich selbst kennenzulernen

 

Meine Nische:

Sivananda Yoga (hauptsächlich Hatha Yoga),

hauptsächlich für Anfänger und Geübte/Mittelstufe,

eher ruhiger und achtsamer Unterricht,

für Menschen ab ca. Mitte 20, mit geringfügigen Wehwehchen okay,

(KEINE Therapie,)

für Männer und Frauen,

die gerne wieder mehr Kontakt zu ihrem Körper haben möchten,

die nach der stressigen Arbeit Ruhe finden möchten,

die einen kleinen Ausgleich zum Alltag und ein bisschen Zeit für sich in Anspruch nehmen möchten,

die nebenbei für Meditation, Philosophie und Spiritualität grundsätzlich offen sind

 

Voilà.

Ich kann und will nicht jedem Trend folgen und bin nicht so gut in Acro Yoga oder so. Mit Senioren im Yoga habe ich kaum Erfahrung und Schwangere…. ohje. Ich war ja selber mehr als 3 Jahre meines Lebens schwanger, ich weiß also Bescheid. Aber dieses Kapitel ist abgeschlossen und ich gestehe hiermit ganz offen und ehrlich: Ich hab keinen Bock mehr drauf. Es reicht! Amen.  🙂

 

Also, das ist meine Nische und ich mag meine Nische weil sie mir ermöglicht bei meiner Arbeit ich selbst zu bleiben. Ich teile das, was ich am besten kann mit Leuten, die da was mit anfangen können.

Ich habe nur sehr nette Teilnehmer! (Das ist natürlich subjektiv und durch die Andrea-Brille betrachtet.)

 

Brauchst Du eine Yoga Nische?

Ich sage: Ja, und zwar DEINE.

 

Richte Deine Angebote auf die Menschen, die die Eigenschaften mitbringen, die über die rote Linie dürfen und sprich diese Leute mit Deiner Werbung an. (Am besten leicht verständlich und auf deutsch…! Kleiner Tipp am Rande, es spricht nämlich nicht jeder Sanskrit. Und mit hippen, englischen Bezeichnungen kann auch keiner außerhalb der Yogaszene was anfangen. Is´ so.)

 

Sag ihnen, was sie bei Dir lernen, was sie bei Dir üben und erleben und auf welche Weise.

Das macht Dich authentisch.

Hast Du besondere Qualifikationen, die Du mit Yoga kombinieren kannst? Tu es. Und werde eine Expertin (oder ein Experte) auf Deinem Gebiet.

 

Tatsache ist: Je spezifischer Dein Angebot ist, desto besser und leichter können Deine zukünftigen Teilnehmer sich für Dich entscheiden. Und desto gezielter kannst Du Werbung für Dich machen.

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