In 7 Schritten zur Webseite

In 7 Schritten zur eigenen Webseite

Man muss ja heutzutage kein Informatiker oder Webdesigner sein, um eine Webseite zu erstellen. Zum Glück wird das immer einfacher.

Mit Hilfe eines Webseiten-Baukastens oder eines Content Management Systems (CMS) kannst du es möglich machen!

Okay, auch wenn das Ergebnis vielleicht zunächst einmal nicht so perfekt ausgefeilt wirkt, wie die Webseiten von großen Marken, so ist es doch besser, als überhaupt nicht online auffindbar zu sein.

Warum, das habe ich ja schon in dem Artikel: „Brauchst du eine eigene Webseite?“ geschrieben.

Hier kommt nun eine Checkliste, mit den Überlegungen und Entscheidungen, die du sinnvollerweise VORHER machst, bevor du zur Tat schreitest.

Ich habe sie in 7 Schritte aufgeteilt. Von Anfang an.

1.Domain und Hosting

Bevor du überhaupt an den Bau deiner Webseite gehst, brauchst du quasi (wie bei einem Haus) ein Grundstück und eine Adresse.

Das Grundstück liegt auf einem Server, wo es “gehostet” wird. HA! Denglisch….

Okay, man mietet diesen Serverplatz bei einem Hostinganbieter. Das kostet in etwa 5 Euro pro Monat. (Ich nutze all-inkl.com)

Dann die Adresse, oder Domain.

Als Domainnamen bietet sich alles an, was deine Dienstleistung und/oder den Ort enthält.

Und dein Name eventuell.

Das kommt immer etwas darauf an, wofür du die Webseite nutzt.

Also, willst du deine Yogakurse bewerben, dann ist es eine regionale Geschichte und es schadet nicht, wenn der Ort in der Domainadresse vorkommt. Außerdem der Gegenstand: Yoga.

Ein Beispiel: www.Yogaschule-Mayen.de

Laut Google werden über ein drittel der Suchanfragen mit Lokalbezug gestellt.

Möglich sind auch die Varianten: DeinName.de, DeinName-Yoga.de, Yoga-DeinOrt.de usw.

Wenn es die Adresse deiner Wahl mit der Endung .de nicht mehr gibt, dann probiere .com, .net, .info aus.

Und: wähle eine möglichst kurze Domain, die leicht zu merken ist.

2.Baukasten oder CMS System

Wenn Schritt eins erledigt ist, dann stellt sich die Frage: womit baue ich meine Seite?

Mit einem sogenannten Baukasten System ist es auch für totale Anfänger möglich, in relativ kurzer Zeit schon ganz ansehnliche Webseiten zusammen zu basteln.

Am besten vergleicht man die Anbieter im Vorfeld und schaut sich das Preis/Leistungsverhältnis an, sowie die Benutzerfreundlichkeit.

ODER man baut die Webseite mit WordPress, auch das ist ohne Programmierkenntnisse machbar. (CMS ist die Abkürzung für Content Management System). Dafür gibt es übrigens auf YouTube unzählige Tutorial Videos! Mittlerweile gibt es auch Website-Builder Tools, ich bin total begeistert von Elementor!

Hast du dich dazu entschlossen, deine eigene Webseite selber zu erstellen, dann ist jetzt der Zeitpunkt, einen Hosting Anbieter auszusuchen und dich mit deiner Wunschdomain dort zu registrieren. Manche Baukasten System Anbieter haben auch dafür schon fertige Pakete, so daß alles über eine Plattform läuft.

Sicherheit: Wenn du mit WordPress arbeitest, dann erkundige dich über notwendige PlugIns zur Sicherung deiner Webseite vor Hackern und Spam. Diese werden dann von dir selber auf der Webseite installiert und regelmäßig aktualisiert. (Dies dauert jeweils nur wenige Minuten.)

3.Gestaltung

Jetzt geht es an die Gestaltung.

Dazu empfehle ich dir folgendes: Nimm dir ein bisschen Zeit und surfe im Internet…. besuche andere Webseiten und nimm das Design unter die Lupe. Wann immer dir ein Detail oder eine Farbzusammenstellung oder gleich eine ganze Webseite besonders gut gefällt, dann speichere sie ins Lesezeichen.

Du willst keine kompletten Seiten kopieren, sondern dich orientieren.

Was du unbedingt auch checken solltest ist die Aufteilung und Bedienbarkeit. Ist alles leicht zu finden auf der Seite? Oder muss man wichtige Infos erst lange suchen?

Dann nimm dir ausreichend Papier zur Hand und zeichne deine Webseite, so wie sie dir vorschwebt. Wo soll ein Bild sein? Wo Text? Welche Information muss drauf? Wie sieht das Menü aus?

Dann überlege dir genau, was deine Seite können muss: hat sie ein Kontaktformular? Einen E-Mail Newsletter? Links zu anderen Seiten? Bilder von dir und deinen Arbeitsräumen? Eine Anfahrtsskizze, bzw. Google-Maps? Hat sie einen Buchungskalender? Andere Tools?

Wo stehen Kontaktdaten wie Telefon, E-Mail Adresse, Anschrift (außer im Impressum), wie kann man Kontakt zu dir aufnehmen?

4.Information

Welche Information soll die Webseite über dich enthalten?

Ich finde es im allgemeinen wichtig, daß es ein Portrait Bild von dir auf der Seite gibt.

Wenn du dich als Yogalehrer darstellst: dann gehört dein Bild auf die Startseite.

Wenn du eine Schule leitest, in der mehrere Lehrer unterrichten: dann kann auf der Startseite ein Bild der Schule sein oder der Räume, Portraits der Lehrer auf einer extra Team-Seite.

Willst du eine “Über mich” Seite haben? Auf dieser Seite kannst du ein bisschen über deinen Werdegang und über deine Ziele oder deine Motivation schreiben. Oder eben etwas vergleichbares über das Team. Eure Geschichte halt.

Auf die Startseite gehört hingegen die Information, worum es auf deiner Webseite eigentlich geht. Im Idealfall weiß der Besucher das, nachdem er die Überschrift gelesen hat.

“Yogaunterricht im Herzen von Bonn……” ist so eine Überschrift.

Dann kannst du dein Angebot noch grob gliedern. Zum Beispiel in: Kurse, Einzelunterricht, Workshops. Das mögen auch die Suchmaschinen und damit machst du es denen leichter, deine Webseite bei entsprechenden Suchanfragen, anzuzeigen.

Welche Information stellst du außerdem zur Verfügung? Überlege mal, wonach du suchst, wenn du fremde Webseiten aufrufst: Angebote, Veranstaltungsdaten, Orte, Preise, Öffnungszeiten…?

5.Alles was Recht ist

In Deutschland besteht eine Impressumspflicht für Webseiten. Das heißt, es muss mit EINEM Mausklick deine Impressum Seite erreichbar sein, die folgende Daten enthält:

Der Name deiner Firma/Unternehmung/Schule

Dein Vor- und Nachname

Deine Post-Anschrift

Deine Telefonnummer

Eine E-Mail Adresse, unter der du erreichbar bist

Datenschutz: Sobald du irgendwelche wie auch immer geartete persönliche Daten eines Besuchers speicherst, oder speichern lässt, musst du in einem Menüpunkt “Datenschutz” darauf hinweisen. Das gilt dann wenn du auch nur eins der folgenden Werkzeuge benutzen willst: Google Analytics, E-Mail Newsletter, Kontaktformular, YouTube Videos, E-Tracker, Werbepartner Programme und Social Media Buttons.

Darüber musst du dich schlau machen. Meine Wissensquelle: RA Dr.Schwenke.

Tipp: Nutze den Datenschutz-Generator!

Bilder: Du darfst deine eigenen Bilder auf deiner Webseite benutzen. Sobald du jedoch ein Bild eines anderen darstellst, etwa eins von einer Bilddatenbank, dann musst du unbedingt die schriftliche Erlaubnis zur Nutzung dieses Bildes nachweisen und den Urheber nennen. (Deine eigenen Texte und Bilder sind über das Urheberrecht übrigens gleichermaßen geschützt.) Dabei spielt es keine Rolle, ob du das Bild gekauft hast oder ein kostenloses Angebot angenommen hast.

Achtung: Nur Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten dürfen Therapie anbieten und solange du das nicht bist, achte gut auf deine Ausdrucksweise!

Ich meine: Keine Heilversprechen! Das ist in Deutschland verboten und wird bei Nichtbeachtung recht teuer bestraft. Als Heilversprechen gilt auch schon eine Suggestion einer gesundheitlichen Verbesserung.

6.Texte, Bilder und Grafiken

Die Inhalte deiner Seite bestehen natürlich aus den knallharten Infos, aber nicht nur! Denn du möchtest bestimmt, daß alles schön verpackt in einen netten Text und insgesamt visuell ansprechend gestaltet ist, nicht wahr?!

Das Schreiben der Texte ist eine Kunst für sich und um dich gleich zu beruhigen: du kannst  jederzeit verändern und verbessern. Dasselbe gilt für deine Bilder und die Schriftart, die du benutzt.

Grafiken: Dazu gehört sowohl ein Logo, wenn du schon eines hast, als auch alle anderen Buttons, Animationen und so weiter.

Ich bin absoluter Fan von Canva! Ich mache meine Grafiken selbst weil mir das so viel Spaß macht. Hurra!

Probiere es aus, Canva hat viele Design Beispiele, die du leicht übernehmen kannst und auch für dieses Programm (das es kostenlos gibt), findest du einen Haufen Tutorials in YouTube.

7.Extras

Wenn du alle sechs Schritte gegangen bist, dann ist deine Webseite erstmal fertig und vorzeigbar. Ich gratuliere!

Ab jetzt kümmerst du dich von Zeit zu Zeit um diese Dinge:

Regelmäßige Updates der Technik, wie z.B. PlugIns.

Regelmäßige Aktualisierung der Information, wie Veranstaltungsdaten, Preise, etc.

Regelmäßig mit den rechtlichen Belangen auf den neuesten Stand bringen.

Zusätzliches Implementieren von:

Blog.

E-Mail Newsletter.

Online-Buchungs-Tool.

Shop.

Mein Tipp: Mach dazu jeweils einen Termin mit dir selber und arbeite das ab!

Bonus

Hier sind ein paar hilfreiche Links:

Domain und Hosting   All-Inkl.com

Bauanleitung vom Webdesigner (englisch)  How to make a website for free 2018 / Beginners

Rechtsanwalt  Dr.Schwenke

Datenschutz-Generator  von Dr.Schwenke

Grafik und Design  Canva

 

Hier habe ich eine Checkliste für dich! Wenn sich eine komplette Webseite für dich gerade „zu viel“ anfühlt, du dennoch irgendwie starten willst:

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